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Parodontologie in Bozen:

Zahnreinigung und parodontale Behandlungstherapie

Operationssaal der Zahnarztpraxis Pellitteri in Bozen, mit blauem Zahnarztstuhl, moderner Instrumentierung und Monitor für digitale Diagnostik

Die Parodontologie ist jener Bereich der Zahnmedizin, der sich mit der Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Zahnhalteapparats befasst, etwa von Zahnfleisch und Knochen.
Eine gesunde Parodontalsituation ist entscheidend, um Zähne langfristig stabil und funktionsfähig zu erhalten.

Was ist eine Parodontalerkrankung

Eine Parodontalerkrankung entsteht durch die Ansammlung von bakteriellem Zahnbelag rund um die Zähne. Wird der Belag nicht richtig entfernt, kann er sich in Zahnstein verwandeln und eine Entzündung des Zahnfleisches begünstigen.

Bleibt die Entzündung auf das Zahnfleisch beschränkt, spricht man von einer Gingivitis, einem Zustand, der bei frühzeitiger Behandlung reversibel ist.
Greift die Entzündung hingegen auch auf den stützenden Knochen über, entwickelt sich eine Parodontitis, eine fortgeschrittenere Erkrankung, die mit der Zeit zum Zahnverlust führen kann.

Risikofaktoren und Warnsignale, die man nicht unterschätzen sollte

Einige Faktoren können den Verlauf einer Parodontalerkrankung negativ beeinflussen, darunter:

  • Rauchen
  • schlecht eingestellter Diabetes
  • Stress
  • bestimmte Medikamente
  • Schwangerschaft
  • genetische Veranlagung

Zahnfleischbluten, Schwellungen oder das Gefühl lockerer Zähne sind Anzeichen, die nicht ignoriert werden sollten und eine fachärztliche Abklärung erfordern.

Vorbeugung und professionelle Mundhygiene

Regelmäßige Sitzungen der professionellen Mundhygiene sind unerlässlich, um Belag und Zahnstein auch an Stellen zu entfernen, die mit Zahnbürste und Zahnseide schwer zu erreichen sind.

Neben der professionellen Mundhygiene spielen die individuelle Anleitung zur häuslichen Zahnpflege und die Mitarbeit der Patientinnen und Patienten eine zentrale Rolle.
Nur eine korrekte und konsequente tägliche Reinigung ermöglicht es, die Zahnfleischentzündung unter Kontrolle zu halten und das Fortschreiten der Parodontalerkrankung zu verhindern.

Die Parodontaltherapie

Die Parodontaltherapie hat das Ziel, die Erkrankung zu stoppen, den Zahnhalteapparat zu erhalten und weitere Schäden zu vermeiden.
Die Behandlung gliedert sich in der Regel in drei Hauptphasen.

Ursachenbezogene Therapie

Die erste Phase zielt darauf ab, die Ursachen der Erkrankung durch gezielte professionelle Mundhygiene und die Vermittlung der richtigen Techniken für die häusliche Zahnpflege zu beseitigen.

Chirurgische Therapie (sofern erforderlich)

Bei fortgeschrittener Parodontitis können chirurgische Maßnahmen erforderlich sein, um Zahnfleisch und Knochen gezielt zu behandeln und die langfristige Stabilität des Zahnhalteapparats zu verbessern.

Erhaltungsphase

Nach der Behandlung ist die Erhaltungsphase entscheidend, um einem Rückfall vorzubeugen. Kontrolltermine und regelmäßige Hygienesitzungen ermöglichen es, die Gesundheit des Zahnfleisches zu überwachen und die erzielten Ergebnisse langfristig zu sichern.

Parodontologie und allgemeine Gesundheit

Eine frühzeitige Diagnose und eine angemessene Behandlung ermöglichen es in den meisten Fällen, die Parodontitis unter Kontrolle zu bringen und die Gesundheit der Gewebe deutlich zu verbessern.
Die Behandlung der Parodontalerkrankung trägt dazu bei, die Kaufunktion und die Ästhetik des Lächelns zu erhalten, und kann sich in manchen Fällen auch positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken.

Wir beraten Sie gerne persönlich

Unverbindlich informieren und Termin vereinbaren.

Häufige Fragen

Was ist eine Gingivitis?

Eine Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches, die meist durch bakteriellen Zahnbelag entsteht. Typische Anzeichen sind Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten, insbesondere beim Zähneputzen. Wird sie frühzeitig erkannt, lässt sie sich in der Regel durch professionelle Mundhygiene und eine sorgfältige häusliche Zahnpflege gut behandeln.

Welche Warnsignale deuten auf ein parodontales Problem hin?

Bei spontanem Zahnfleischbluten, Blutungen beim Zähneputzen, Zahnfleischrückgang, Zähnen, die länger erscheinen, anhaltendem Mundgeruch oder lockeren Zähnen empfehlen wir Ihnen, zeitnah einen Kontrolltermin in unserer Praxis zu vereinbaren.

Ist Parodontitis ansteckend?

Nein, sie ist nicht ansteckend wie eine Grippe. Die verursachenden Bakterien können jedoch zwischen Partnern über den Speichel übertragen werden, doch die Erkrankung entwickelt sich nur beim Vorliegen begünstigender Faktoren.

Kann die Erkrankung nach der Behandlung zurückkehren?

Ja, wenn keine gute Mundhygiene eingehalten und die regelmäßigen Kontrollen nicht wahrgenommen werden. Deshalb ist die Erhaltungsphase so wichtig, die regelmäßige Hygienesitzungen und die Beurteilung des Entzündungsgrades des Zahnfleisches umfasst.

Kann Parodontitis die allgemeine Gesundheit beeinflussen?

Ja. Wissenschaftliche Studien haben Parodontitis mit systemischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Komplikationen in der Schwangerschaft und Atemwegsproblemen in Verbindung gebracht. Sich um das Zahnfleisch zu kümmern bedeutet, sich auch um den restlichen Körper zu kümmern.

Vergleichsbild einer einzelnen Zahnfleischrezession vor und nach der Parodontalbehandlung in Bolzano

Einzelne Rezession

Die Zahnfleischrezession ist ein lokal begrenzter Rückgang des Zahnfleisches, durch den ein Teil der Zahnwurzel freigelegt wird. Sie kann durch zu kräftiges Zähneputzen, eine Zahnfleischentzündung oder anatomische Faktoren im Zusammenhang mit der Position des Zahns verursacht werden. Die Art der Behandlung hängt vom Ausmaß der Rezession und vom Zustand des umliegenden Gewebes ab. Grundsätzlich verbessert eine frühzeitige Diagnose die Prognose der Behandlung und ermöglicht besser vorhersehbare und langfristig stabilere Ergebnisse.

Regelmäßige professionelle Hygienesitzungen ermöglichen es, erste Veränderungen des Zahnfleisches frühzeitig zu erkennen und die Gewebe gesund zu erhalten, wodurch das Risiko eines Fortschreitens der Rezession verringert wird.

Vergleichsbild von multipler Zahnfleischrezession vor und nach der Parodontalbehandlung

Mehrfache Rezession

Zahnfleischrezessionen zeigen sich durch einen Rückgang des Zahnfleisches, der einen Teil der Zahnwurzel freilegt. Wenn mehrere Zähne betroffen sind, können sie die Ästhetik des Lächelns beeinträchtigen und eine Zahnempfindlichkeit hervorrufen, vor allem gegenüber thermischen Reizen.

Neben der ästhetischen und funktionellen Beeinträchtigung begünstigen Rezessionen die Ansammlung von Belag an schwer zu reinigenden Stellen und erhöhen so das Risiko einer Zahnfleischentzündung.
Ein gezielter Eingriff ermöglicht es, die korrekte Position des Zahnfleischgewebes wiederherzustellen, die Wurzeln zu schützen und die Gesundheit sowie das Gleichgewicht des Zahnfleischsaums zu verbessern.